Tipps zu Referaten
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- Kategorie: Fachinformationen
- Veröffentlicht am Freitag, 21. Oktober 2011 13:55
- Geschrieben von Tobias
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Vorbereitung
Beginnt rechtzeitig, euch in die angegebenen Literatur einzulesen und darüberhinaus weitere Texte auszuwählen und hinzuziehen. Versucht herauszufinden, was an dem Thema spannend oder faszinierend ist und versucht zu ermitteln, welche praktische Relevanz die Textmaterialien haben. Achtet darauf, dass ihr immer beim Thema bleibt und nicht daran vorbeischießt. Solltet ihr euch dabei unsicher sein, einfach den Dozenten fragen.Wenn ihr etwas ganz und gar nicht versteht, lasst es weg(Mut zur Lücke ist die goldene Regel)! Schickt dem Dozenten am besten einige Tage vorher das Referat und bittet ihn dieses ausführlich zu kontrollieren und es bei Notwendigkeit zu verbessern.
Gliederung
Eine ordentliche Gliederung muss sein: entweder chronologisch oder logisch. Der jeweils nächste Punkt sollte auf den davor genannten aufbauen und ihn weiterführen. Die Einleitung sollte Interesse wecken, Ziele erläutern und einen Überblick geben. Auch hier können schon Zusammenhänge angedeutet werden. Beim Hauptteil: eine ungeordnete Faktenhäufung vermeiden, Abkürzungsfimmel vermeiden, zurückhaltend mit Zahlen und Statistiken (außer der Dozent legt besonderen Wert da drauf). Der Schluss sollte das Referat abrunden. Im Allgemeinen ist es sehr hilfreich, am Ende eures Referats die sog.„Take-Home-Message“ noch mal deutlich auszuformulieren und in kurzenprägnanten Sätzen zu wiederholen. Das erhöht die Behaltensleistung. Inhalte können sein: Zusammenfassung des Hauptgedankens, Ausblick auf die Zukunft, ein einprägsames Bild oder einen Leitgedanken vermitteln.
Foliengestaltung
Beginnt eure PPS mit einer Titelseite, auf der das Thema, der Name der Lehrveranstaltung, des Dozenten, dein Name und ggf. weitere wichtige Informationen (z. B. Datum) genannt werden. Darauf folgt die Gliederung, die den anderen einen Eindruck davon vermitteln soll, was jetzt alles kommt. Jede einzelne Folie sollte nicht zu voll beschrieben sein, sondern schön übersichtlich. Stets kurze Stichpunkte (vollständige Sätze außer Zitate sind ungünstig), nicht mit Folien bombardieren (weniger ist oft mehr), Schriftgröße mindestens 18 - 20, Folien im Querformat sind im allgemeinen besser! Höchstens 11 Zeilen pro DIN-A4-Querformat-Folie! Verwendung von Farben fördert die Übersichtlichkeit sehr (aber nicht zu bunt). Folien sollten rechtzeitig für die Generalprobe einige Tage vorher fertig sein. Zusätzliche Notizen nur für sich selbst auf Karteikarten schreiben.
Tipps fürs Handout (wenn vom Dozenten erwünscht)
Das Handout erleichtert es, sich auf das Referat zu konzentrieren und die einzelnen Schritte zu verfolgen. Es entlastet vom Mitschreiben (sollte es aber nicht ersetzen!) und gibt die Möglichkeit zum Nachlesen.
Das Handout sollte:
- alle notwendigen Angaben enthalten
- kurz, knapp und übersichtlich seindem Aufbau des Referats folgen
- Raum für eigene Notizen lassen
Vortragsweise
Redet langsam, laut und deutlich; nicht zu hektisch oder schnell sprechen. (Es ist nachgewiesen, dass Zuhörer das Sprachtempo des Redners also doppelt so schnell einschätzen, wie er es selbst einschätzt) Wenn möglich, Zuhörer einbeziehen (durch Nachfragen oder kurze Zusammenfassungen). Auf Unklarheiten eingehen und andere Erklärungsmöglichkeiten benutzen, das hilft den Zuhörern, das Gesagte zu verstehen. Blickkontakt mit euren Zuhörern, frei sprechen und es vermeiden, alles abzulesen. Betont sprechen (sonst klingt alles sehr monoton) und am Ende des Satzes die Stimme senken. Wesentliches wiederholen, Fachwörter immer kurz definieren, damit jeder weiß, was gemeint ist (Du hattest Zeit dich darauf vorzubereiten - für die anderen ist das Themameistens neu!). Sich so einfach wie möglich ausdrücken (außerdem ist nachgewiesen, dass Leute, die sich einfach ausdrücken, als intelligenter eingeschätzt werden). Erläutert Eure Gedanken, die geholfen haben den Sachverhalt zu verstehen. Gestaltet den Vortrag interaktiv, z.B. mit Gruppenarbeiten oder Diskussionsanregungen – das ist zwar manchmal am Anfang etwas zäh, macht’s aber interessant!
Tipps gegen Lampenfieber
wichtige Voraussetzung: gute Vorbereitung, am besten schon vorher im Raum sein, dort in Ruhe alles vorbereiten und die Kommilitonen begrüßen, nimmt die Anspannung. Übt euren Vortrag mit Freunden oder eurer Familie, wenn ihr aufgeregt seid (notfalls tut es auch ein Spiegel). Hier könnt ihr üben, wie langsam und ruhig ihr sprechen solltet, mögliche Ungenauigkeiten oder logische Fehler können hier vorher in Ruhe überarbeitet und korrigiert werden. Das hilft auch immer gut, um die anschließende Diskussion vorzubereiten.
Abschließende Diskussion
Im Anschluss daran wünschen die meisten Dozenten eine Diskussion. Diese solltet ihr bestenfalls mit zwei, drei Fragen einleiten und dann immer wiederleicht anlenken. Überlegt euch vorher, was ihr fragen könntet und was ihr damit erreichen wollt. Lenkt dann die Diskussion sanft in diese Richtung, lasstaber auch andere Meinungen gelten. Jeder sollte die Chance bekommen, seine Argumente in Ruhe vorzubringen.
Feedback
Lasst Euch unbedingt von den Dozenten und Kommilitonen Feedback geben, was Ihnen gefallen hat oder was sie verbessern würden!


