Kleines Uni-ABC
- Details
- Kategorie: Erstsemester
- Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Oktober 2011 18:42
- Geschrieben von Tobias
- Zugriffe: 308
Akademisches Viertel
Viertelstunde, um die Lehrveranstaltungn später anfangen (können). Im Vorlesungsverzeichnis mit c.t. gekennzeichnet.
Alma Mater
Lat. nahrunggebende Mutter, das bedeutet die Universität erzieht und versorgt ihre Studenten mit geistiger Nahrung; historische Bezeichnung für Universität
Alumnus/a/i [mask./fem./pl]
Lat. Zögling, der Genährte; von der Universität erzogene und mit geistiger Nahrung ernährter Student; Bezeichnung für ehemalige Studenten, also Absolventen.
Asta
Kürzel für Allgemeiner Studierenden-Ausschuss. Der Asta (an ostdeutschen Hochschulen meist Studierendenrat) wird von der Mehrheit des Studentenparlaments gewählt. Er vertritt studentische Interessen und bietet allerhand Dienstleistungen an: vom Semesterticket für freie Fahrt in Bus und Bahn über Kulturveranstaltungen bis zur Beratung in allen Studienangelegenheiten.
Audimax
Kurzwort für Auditorium maximum, d.h. ‘größter Hörsaal [der Universität, manchmal auch des Instituts]’.
Belegbogen
Liste der besuchten Veranstaltungen. Darauf müsst Ihr alle (Pflicht-) Veranstaltungen eintragen. Verliert diese Bögen bloß nicht, sie sind wichtig und bei Verlust wird es teuer.
Der Bogen wird ins Studienbuch eingeheftet, das wiederum muss man zum Abschluss des Grund- und Hauptstudiums vorzeigen.
Bildungskredit
unterstützt Studierende in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen bei der Finanzierung von außergewöhnlichem Aufwand; daher erfolgt die Vergabe unabhängig vom BAföG oder anderem eigenen Einkommen (bzw. dem der Eltern oder des Ehegatten); ausgezahlt werden höchstens 24 Monatsraten zu 300 Euro; Informationen und Beratung bei der KFW-Förderbank, Antragstellung beim Bundesverwaltungsamt.
CIP-Pool
ComputerInvestitionsProgramm, Computerraum in dem hier hemmungslos surfen, Eure Sachen zu einem sehr niedrigen Preis drucken oder einfach arbeiten könnt.
Cum tempore (c.t.)
Lehrveranstaltungen an der Universität können erst ein akademisches Viertelstündchen später beginnen. Dann steht die Abkürzung "c.t." hinter der Ankündigung im Vorlesungsverzeichnis.
Bei uns im Bachelor-Studium aber, wenn nicht anders angegeben immer s.t. (also pünktlich).
Dies academicus
Eigentlich der Tag, an dem die Uni sich selbst mit Veranstaltungen, Vorträgen und festlichen Reden feiert. Für Studenten ist der Dies academicus jedoch vor allem ein Tag zum Ausschlafen, alle Seminare und Vorlesungen fallen aus. Darum laufen in vielen Uni-Städten am Vorabend auch traditionell ausschweifende Studentenpartys.
Dissertation (kurz Diss)
Doktorarbeit auf akademisch. Die dauert in der Regel drei bis fünf Jahre, ist gern armdick und der Nachweis wissenschaftlicher Exzellenz. Außerdem ist die Diss die Bedingung, um später mal Professor zu werden.
Evaluation
(Eigentl. „Schätzung“) Wissenschaftlich gestützte Beurteilung der Arbeitsergebnisse einer Institution oder Person; spielt in der gegenwärtigen Hochschulpolitik eine größere Rolle.
Exkursion
Lehrveranstaltung, die außerhalb der Hochschule stattfindet, weil der Lehrgegenstand nicht in der Hochschule verfügbar ist; z. B. in Wissenschaften wie Biologie und Geschichte.
Exmatrikulation
Abmeldung von der Hochschule: Steht an, wenn das Studium abgeschlossen ist oder man schon nach drei Semestern einen formidablen Job fürs Leben gefunden hat. Oder man hat vergessen, den Semesterbeitrag zu zahlen. Dann empfiehlt sich ein Spurt zur Universitätskasse.
Gegensatz: Immatrikulation (siehe dort).
Gasthörer
Person, die ohne Immatrikulation gegen Gebühr zum Besuch von Lehrveranstaltungen zugelassen ist. Die Zulassung ist nicht an eine formale Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur) gebunden.
Habilitation
(Von lat. habilitare „fähig machen“); in einem geordneten Verfahren erbrachter "Nachweis herausgehobener Befähigung zu selbständiger wissenschaftlicher Forschung und qualifizierter selbständiger Lehre" in einer Wissenschaft; setzt in der Regel eine Promotion voraus und berechtigt dazu, den Titel Privatdozent(in) zu führen
h.c.
Abk. für honoris causa, d.h. ‘ehrenhalber’.
Hiwi
Kurzwort für Wissenschaftliche Hilfskraft (urspr. iron. Hilfswillige(r) ). Qualifizierte(r) Studierende(r) (mitunter auch AbsolventIn), der/die zumeist die Professor(inn)en in Forschung und Lehre unterstützt; Tätigkeit wird vergütet.
Es gibt sowohl studentische Hiwi (auch SHK= Studentische Hilfskraft genannt) oder WHK (nach dem Diplom möglich).
IB
Institutsbibliothek, im Erdgeschoss.
Kommilitonen
(Lat. commilito „Mitstreiter, Kamerad“). Die Studienkollegen.
Konsekutivstudium
Studium eines Bachelor- und eines (darauf bezogenen) Masterstudiengangs.
Ein konsekutiver Master-Studiengang ist ein Studiengang, der auf korrespondierende (d. h. inhaltlich entsprechende) Bachelor-Studiengänge aufbaut und somit in besonderer Weise mit diesen gekoppelt ist.
Matrikel
Liste der Studierenden einer Hochschule; die auf dem Studierendenausweis angegebene Matrikel-Nummer ist die laufende Nummer in der Liste.
Mensa
Neulat. mensa academica ‘akademischer Tisch‘; die Kantine für Hochschulangehörige.
Mensakarte
Eine Art „Geldkarte“ für die Mensa. Ermöglicht den bargeldlosen Verkehr. Am Anfang des Semesters in der Mensa erhältlich.
N.N.
Abk. für nomen nominandum, d.h. ‘der zu nennende Name’, oder für nomen nescio, d.h. ‘den Namen weiß ich nicht’; wird gebraucht, wenn bei der Ankündigung einer Veranstaltung der DozentIn noch nicht feststeht.
Orchideenfach
Universitätsdisziplin, die eher schwach nachgefragt wird oder sich mit exotischen Sachverhalten beschäftigt. Festlandkeltisch gehört dazu, die Kristallologie oder die Forstwissenschaft.
PD
Privatdozent, hat die Lehrbefugnis an einer wissenschaftlichen Hochschule durch eine Habilitation erworben.
Promotion
(Von lat. promovere „vorwärts bewegen“); geordnetes Verfahren zum Nachweis der „Befähigung zu vertiefter selbständiger wissenschaftlicher Arbeit“; setzt ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus und berechtigt, den Doktortitel zu führen; der Nachweis wird durch eine wissenschaftliche Arbeit und eine mündliche Prüfung (Rigorosum)
Ψ (Psi)
Griechisches „P“, steht für Psychologie
Rigorosum
Mündliche Doktorprüfung nach der Abgabe der Doktorarbeit (Dissertation)
Rückmeldung
Am Ende jedes Semester müßt Ihr Euch rückmelden. Ihr bekommt mit Eurem Studentenausweis gleich einen Überweisungsträger für den Sozialbeitrag und die Studiengebühren mitgeliefert. Überweist das Geld und dann bekommt Ihr Euren neuen Studentenausweis. Eine verspätete Rückmeldung kann zu erheblichen Kosten oder gar zur Exmatrikulation führen.
Schlüsselkompetenzen/-qualifikationen
Über das fachliche Lernangebot des Hauptfachs hinausgehende Qualifikationsmöglichkeiten (zum Beispiel Umfrageforschung, wissenschaftliches Arbeiten, SPSS, Rhetorik, Präsentieren, Projektmanagement etc.).
Semester
Studienabschnitt bzw. -halbjahr; die Lehrveranstaltungen dauern an den Universitäten in etwa von Mitte Oktober bis Mitte Februar bzw. Mitte April bis Mitte Juli. Die übrige Zeit heißt offiziell vorlesungsfreie Zeit und wird für Leistungsnachweise, Praktika, Selbststudium, aber auch für Reisen und Jobs genutzt.
Semesterwochenstunden (SWS)
Unterrichtsstunden, die pro Woche in einem Semester besucht werden müssen. Die genaue Zahl steht in der Studienordnung. Wer sich strikt daran hält, kann das Studium in der Regelstudienzeit abschließen. Eine Semesterwochenstunde dauert in der Regel 45 Minuten, die meisten Veranstaltungen haben also einen Umfang von zwei SWS.
Semesterapparat
Eine Zusammenstellung ausgewählter Literatur der Dozenten – getrennt nach Jahrgängen.
Bei uns in der IB 1. Regalreihe links (gegenüber dem Schreibtisch der Bibliothekarin).
Studi-Ticket
Fahrkarte, die im Studentenausweis enthalten ist und für den gesamten VRS-Kreis gilt.
Studium Universale
Das Studium Universale bietet die Möglichkeit, mit fakultätsfremden Veranstaltungen über den Tellerrand des eigenen Fach(kultur)wissens noch weiter hinaus zu blicken. So kann man z.B. kostenlos BWL-Vorlesungen oder Sprachkurse belegen. Manche Veranstaltungen sind leider nicht frei oder nur nach Absprache mit dem Dozenten.
UB/ULB
Universitäts-und Landesbibliothek; Hier befindet sich auch normalerweise die psychologische Lehrbuchsammlung. Macht am besten eine Einführungsveranstaltung dort mit.
Venia legendi
Akademische Lehrbefugnis für ein wissenschafliches Fach (?Habilitation). Damit ist man zur selbständigen Lehre berechtigt und darf den Titel Privatdozent (PD) führen.
Workload
(Dt. Arbeitspensum); bez. den für die Bewältigung des Studiums zu erwartenden Arbeitsaufwand; wird von den HochschullehrerInnen festgesetzt und in Zeitstunden gemessen; setzt sich zusammen aus Anwesenheit in Veranstaltungen zzgl. Vor- und Nachbereitungen, Zeit für Prüfungen zzgl. die Vorbereitungen darauf, Zeit für Studien- und Abschlussarbeiten, Zeit für das Selbststudium.
Zweitstudium
Grundständiges Studium , das nach einem erfolgreich abgeschlossenen ersten Studium aufgenommen wird; in zulassungsbeschränkten Studiengängen nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.


